Montag, 28. April 2014

Prüfstand…

Ich habe mich jetzt, wieder mal, länger nicht gemeldet. Nein, ich hatte nicht super viel zu tun, bzw. nicht mehr als sonst auch. Ich musste einfach wieder mal auf den Prüfstand…

Der Prüfstand ist ein gutes Mittel um mir selbst, mein Tun und mein Umfeld zu überprüfen.

Ich werde einiges ändern müssen habe ich gemerkt.

Angefangen hab ich in meinem Umfeld:

Ein paar Personen hab ich aus meinem Leben gestrichen, nämlich die, denen ich gefallen wollte und doch nicht wirklich den Anschluss fand, ein paar werden nun wohl über mich lästern. Wer sich jetzt “betüpft” fühlt hat sich wohl schon erkannt ;)
Ich hab Mühe es anderen Menschen zu erzählen, wenn es mir nicht so gut geht. Immer wenn ich etwas erzählen will, denke ich mir, dass es anderen viel schlechter geht und ich mich nicht so anstellen soll. Natürlich ist das Leben kein Zuckerschlecken, doch wenn der kleine Prinz nun schon seit 4 Wochen so fest zahnt und ein Zahn nach dem nächsten kommt, ohne ihm (oder mir) eine Pause zu gönnen wird’s langsam doch echt streng.
Wenn er dann auch noch nicht wirklich essen kann, weil er dann so Mühe hat in die Windeln zu machen und dann der ganze Po rot/blutig ist, bleibt uns im Moment nichts anderes übrig als einfach weiterzustillen…Denn Schoppen wird konsequent verweigert… Es ist nicht so schlimm wie es sich wohl jetzt liest, doch ich will mit solchen “vorheulen” niemanden belasten, also bleib ich still, oder erzähle es eher im Scherztonfall. Ich hab wenige Menschen denen ich mich anvertrauen kann und deshalb hab ich meinen Freundeskreis auch so minimiert, dass ich mich mit Menschen umgebe, denen ich solche Sachen eben ohne schlechtes Gewissen anvertrauen kann. Andere mit denen ich es “Gut” habe, aber über das wirklich sehr ernste nicht sprechen kann, sind nicht ganz weg, sondern einfach Freunde und keine Vertraute, diesen Unterschied festlegen zu können, hat mir gut getan.

Den beruflichen Weg, den mein Mann und ich entschieden haben zu gehen wurde auch geprüft, genauso unsere Beziehung:

Ja, es ist nicht einfach, es geht wohl noch ein Weilchen so. Aber es stimmt so für uns. Wir haben schon schwierigeres gemeistert und den Weg den wir nehmen wird uns alle glücklich machen, davon sind wir überzeugt.
Auch die Beziehung ist noch immer genau passend für uns, es stimmt und ist wohl das schönste Gefühl, dass man zwischen Partnern haben kann, auch eine Beziehung ist nicht immer leicht, doch im Moment passt einfach alles, ausser dass ich ihn natürlich jeden Abend vermisse und das trotz 11 Jahren Zusammenseins…

Meinen Blogg hab ich auch überprüft:

Ich werde wohl ein paar Kleinigkeiten ändern, die Küchenwerke mit Verlinkung werden rausfallen, denn es wurde zu sehr ein müssen, als ein dürfen und das passt nicht zu mir. Ich werde den Ursprungsgedanken wieder aufnehmen: eine Art Ventil für mich, meine Gefühle, Gedanken und Werke. Wie genau weiss ich noch nicht aber ich brauch diese Art zu schreiben, diese Art mich auszudrücken, denn es tut mir unwahrscheinlich gut. Ich weiss, dass wenn ich diesen ganzen Text fertig habe, ich mich freier fühle und trotzdem würde ich ihn am Ende lieber löschen, da ich es mir dann ja schon von der Seele geschrieben habe, aber ich muss wohl auch lernen mal etwas einfach so stehen zu lassen ;)

Damit kommen wir zu meiner Überprüfung:
Ich muss etwas geduldiger werden, nicht mehr viel sonst werde ich lasch, aber ein wenig würde mir gut tun. Ich muss ein weniger ruhiger und gelassener werden, aber such hier nicht mehr zu viel, sonst lass ich alles schleifen. Ich muss mehr zu dem stehen was ich bin: Ein besserwisserisches Duracellhässchen.
Ja ich lese viel, ja ich weiss viel und ja ich erkläre und korrigier gern. Aber ich lerne auch gern und eigne mir sehr gerne neues Wissen an. Aber ich bin nun mal so. Also akzeptiere ich mich und was andere daraus machen, ist mir egal.

Nun wünsche ich euch einen tollen Wochenstart, ich geh mal gucken, was ich Heute machen werde…

Kommentare:

  1. Das klingt als wärst du auf dem richtigen Weg! danke für das teilen deiner Gedanken. Lg caro

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  2. In der 32. Woche schwanger, ein Kind im Trotzalter und eines am zahnen, weiss ich genau wovon Du sprichst. Freundschaften, in denen diese Umstände als nebensächlich angesehen werden, rauben einfach nur Kraft (die ja sonst schon kaum vorhanden ist). Danke für Deine offenen Gedanken.

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  3. Ein richtiger Weg, den du einschlägst. Trenn dich von allem was du nicht brauchst! Das ist manchmal schwer, ich weis. Ich stehe zu dem was ich tue. ich mach was ich will und, auf andere schau ich schon lange nicht mehr.. naja, ob drei Jahre meines bis jetzigen Lebens lange ist? für mich schon. Wenn sie über mich lachen ist es mir egal! Es gibt einen wunderbaren Spruch: Dein NEID ist MEINE Anerkennung! Dein HASS mein STOLZ, und wenn Du HINTER meinem Rücken über mich redest, DANKE ich Dir, dass Du mich zum Mittelpunkt DEINES Lebens machst... In diesem Sinne wünsch ich dir das aller grösste Glück des Lebens.. vielleicht besuchst du mich ja auch mal auf meinem Blog ;)
    liebe Grüsse Barbara

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  4. Freundschaften, in denen ich nicht ich sein kann, sind letztendlich Zeitverschwendung.
    Diese Erkenntnis ist erstmal schmerzhaft, umsetzten genauso. Und dann bist du plötzlich frei....
    Ich hatte drei Kinder, eines davon durch Krankheit schwerstbehindert: ich weiss genau, was du erlebst!
    Machs gut - und wenn du mal wen zum zuhören brauchst... Ich höre gerne
    Herzlichst
    yase

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  5. Ich verstehe Dich gut! Freundschaften verändern sich und manchmal muss man einen Schnitt machen, das ist oft besser als wenn man sich ewig Gedanken macht. Zu Deinen Küchenwerken: Ich habe mir auch eine Weile sehr großen Stress gemacht, weil ich immer sehr viel Bloggen wollte. Aber ich schaffe das einfach nicht und am Anfang war die Frustration höher, weil ich auch so lange sehr wenig Leser hatte. Doch irgendwann habe ich den Weg gefunden: Ich blogge, um meine schönsten Näherlebnisse nicht zu vergessen. Es ist außerdem toll, mit Gleichgesinnten Austausch zu finden, denn in meinem privaten Umfeld nähte lange Zeit kaum jemand. Und es ist natürlich sehr schmeichelnd, wenn man positive Rückmeldungen erhält. Trotzdem ist das Bloggen nur eine Randerscheinung des Nähens und weder mein Beruf noch für mein Selbstwertgefühl notwendig. Darum gibt es bei mir immer mal wieder Blogpausen. Ich nähe dann, aber ich muss ja nicht jede geflickte Hose präsentieren :-)

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Freude an den Dingen, die Du tust. Ich lese gerne von Dir und freue mich immer, wenn meine Blogliste Neuigkeiten aus Deiner Welt zeigt!

    Johanna

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